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Feuchtemesstechnik

Feuchtemessung im Baubereich

Messtechnik

Überhöhte Feuchte führt zur Wertminderung und Alterung von Mauerwerk, Böden, Verkleidungen und Holzprodukten. Sie mindert das Wohlbefinden und kann die Gesundheit gefährden. Mit Messgeräten lassen sich auch versteckte Mängel frühzeitig entdecken, die Ursachen für Überfeuchtung finden und der Zustand von Bauwerken dokumentieren.

Widerstandsmessung: Exakte Holzfeuchtemessung

Mit dem präzisen Leitfähigkeitsverfahren wird der tatsächliche prozentuale Feuchtegehalt %MC in Holzprodukten gemessen (z. B. mit dem Digital Mini).

Widerstandsmessung: Feuchtemessung in Baumaterialien mit Tiefensonde

Anhand der schnellen und einfachen Widerstandsmessung wird die Materialfeuchte geprüft. Neben der oberflächlichen Messung mit Stiftmessköpfen kann auch die Materialfeuchte in tieferen Schichten, wie z. B. bei Estrich-Dämmschichten, gemessen werden (z. B. mit dem MMS 2).

Kapazitive Messung: Der Suchmodus zum Auffinden feuchter Stellen

Wo selbst kleinste Messbohrungen tabu sind, kann die Feuchtigkeit unter der Oberfläche mit berührungslos messenden Geräten kapazitiv geortet werden (z. B. mit dem HFM 200).

Luftfeuchte- und Temperaturmessung: Messungen im Raum oder Hohlraum

Zur Prüfung und Dokumentation von Raumlufttemperatur und relativer Luftfeuchte werden präzise Messgeräte mit oder ohne Datenspeicherung und -auswertung verwendet (z. B. mit dem Hygromaster 2 oder MMS 2). Zur Erfolgskontrolle und zum Nachweis der Wirksamkeit muss bei Trocknungsmaßnahmen immer das Raumklima gemessen und protokolliert werden.

Schadenserfassung bei Leitungswasserschäden

In Deutschland ereignen sich nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) jährlich rund 1.200.000 versicherte Leitungswasserschäden.
Ein Anteil der Schäden erweist sich von der Ursachenermittlung, über Sanierung und Wiederherstellung bis zur Abrechnung mit dem Versicherer als anspruchsvoll – hier müssen spezialisierte Leckortungstechniker tätig werden. Entweder, weil dies eine grundsätzliche Vorgabe des Versicherers sein kann oder weil die vorherige Suche durch den Installateur ergebnislos blieb.

Wichtige Schritte eines Leckorters im Überblick:

Feuchtemessung

Es sollten Feuchtemessungen am Wandsockel bzw. in der Randfuge durchgeführt werden. Bei kleineren Leckagen kann durch Feuchtemessungen die Schadenstelle schon recht weit eingegrenzt werden. Befindet sich eine feuchte Leitung innerhalb des Gebäudes unter dem Estrich, verteilt sich das Wasser auf der Betonplatte. Defekte Duscharmaturen kann man durch erhöhte Feuchtemesswerte in der Trennwand zum Nebenraum eingrenzen, selbst wenn sich dort noch kein Nässeschaden abzeichnet.

Leckortung

 

Färbemittel und Absperrblasen im Bodeneinlauf

Müssen z.B. Abflüsse oder Abdichtungen geprüft werden, können Färbemittel (Lecksuchfarben) und Absperrblasen eingesetzt werden. Zum Prüfen eines Bodeneinlaufs kann dieser mittels einer Absperrblase verschlossen werden. Dem aufgestauten Wasser wird das Färbemittel zugegeben. Ist der Einlauf undicht, kann dies anhand des sichtbar werdenden Mittels nun zugeordnet werden. Zu bevorzugen sind UV-Luminate, die nur unter einer starken UV-Lampe sichtbar werden.