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Staubschutz

Sauber sanieren mit Staubschutztüren und Staubschutzwänden

Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten in bewohnten Bereichen bedeuten häufig jede Menge zusätzliche Arbeit: Türen, Fenster und Möbel müssen abgedeckt oder aufwendig gereinigt werden. Im schlimmsten Fall muss die hochwertige Einrichtung erneuert werden. Die Angst vor Staub bewirkt, dass viele Menschen Renovierungen hinauszögern oder erst gar nicht ausführen lassen. Staubschutztüren und Staubschutzwände sind die ideale Lösung gegen Staub und Schmutz während Sanierungsarbeiten, da sie den Arbeitsbereich vom Rest des Gebäudes abtrennen.

Vorteile von Staubschutztüren/-wänden während Sanierungsarbeiten

  • Sauberes Arbeiten auf der Baustelle.
  • Kein Abkleben von Türen, Fenstern oder Möbeln.
  • Keine Nachreinigung der Einrichtung.
  • Kein Aufschieben der Arbeiten wegen Angst vor Staub und Schmutz.
  • Gesundheit der Handwerker wird nicht beeinträchtigt.

Sauber sanieren mit Staubschutz-Türen

Mit einem Staubschutz für Türen wird die Staubentwicklung in bewohnten Bereichen verhindert. Sogenannte „Staubschutz-Türen“ trennen den Arbeitsbereich von den anderen Räumen ab. Das alltägliche Leben und Arbeiten im Haus oder in Büroräumen kann somit ungestört weitergehen und muss nicht unterbrochen werden. Staubschutztüren wie die HEYLO Staubschutztür DCD 3.0 werden ganz einfach und schnell, ohne weitere Befestigungsmittel oder Werkzeuge, installiert.

Staubschutztür DCD 3.0Staubfrei mit der HEYLO Staubschutz-Tür

Bei der Sanierung kompletter Räume kann die Baustelle zum Beispiel mit der HEYLO Staubschutztür DCD 3.0 vom übrigen Gebäude abgeschottet und der Staub mittels Luftreinigern, die im Arbeitsbereich einen Unterdruck erzeugen, abgesaugt werden. So kann der Staub und Schmutz gar nicht erst in die angrenzenden Räume gelangen und eine aufwendige Reinigung der Räume und Möbel bleibt allen erspart. Dabei sollte die Leistung des jeweiligen Luftreinigers an die Raumgröße angepasst werden.

Anwendung einer Staubschutz-Tür

Staubschutz-Türen lassen sich vielseitig verwenden:

- Staubdichte Abschottung des Arbeitsbereiches
- Staubdichte Abschottung und Staubabsaugung im Arbeitsbereich
- Staubdichte Abschottung und Unterdruckhaltung im Arbeitsbereich

Abschottung des Arbeitsbereiches

Staubschutz-Türen schotten den Arbeitsbereich von den bewohnten Bereichen ab und sorgen für staubfreies Arbeiten.

Die HEYLO Staubschutz-Tür besteht aus zwei Elementen: der Türeinheit mit Verschlussklappen zum Anschließen von Luftschläuchen und einer reißfesten, transparenten Folie, die individuell zuschneidbar ist. Durch den Schnellverschluss mit Spannhebel wird die Türeinheit schnell und einfach montiert.

Aufbau der HEYLO Staubschutz-Tür

Die Staubschutz-Tür ist in nur wenigen Minuten aufgebaut:

  1. Die Türeinheit im Türrahmen fixieren. Durch Spannen des Griffes wird die Einheit fest in der Tür fixiert. Zusätzliche Adapter machen das Abschotten an Türen bis zu einer Breite von 1,43 Metern möglich.
  2. Die Folien am Türelement befestigen. Dafür wird die Seite mit dem Klettband hinter die Befestigungsklammern geschoben und mit Hilfe der Schrauben festgeklemmt. Es muss nichts geklebt werden, wodurch Rückstände an den Türen vermieden werden. Je nach Türlänge und -breite können die Folien ganz leicht gekürzt werden.

Staubabsaugung im Arbeitsbereich

Bei größerer Staubentwicklung wird eine Staubschutztür in Kombination mit einem Luftreiniger verwendet. Dies dient zum einen der Abschottung von Räumen und gleichzeitig zur Absaugung von Staub und Schmutzpartikeln. Besonders geeignet ist diese Anwendung beispielsweise bei Stemm- und Putzarbeiten, Säge-, Schleif- und Fliesenarbeiten sowie Malerarbeiten.

Durch die praktischen Staubabsaugöffnungen an der Türeinheit der HEYLO Staubschutztür kann ein Schlauch direkt an die Entstehungsstelle des Staubs im Arbeitsbereich geführt werden. Der mobile Ventilator PowerVent 3000 zum Beispiel saugt den Staub problemlos ab und fängt ihn in M-Klasse-Staubsäcken auf. Für die Arbeit mit Gefahrstoffbelastung, beispielsweise bei Schimmelpilz, Asbest oder Holzstäuben, werden Luftreiniger mit Hepa-Filtern Klasse H verwendet. Eine aufwendige Nachreinigung, wie bei wassergestützten Systemen, ist nicht notwendig. Einfach die eingesetzten Staubsäcke oder die Filter austauschen.

Unterdruckhaltung im Arbeitsbereich

Um während Sanierungsarbeiten Staub und Schadstoffe schnell und sicher aus dem Arbeitsbereich zu entfernen, werden Staubschutztüren in Kombination mit Luftreinigern zur Staubabsaugung und Unterdruckhaltung in Räumen verwendet. Der Unterdruck verhindert, dass die schadstoffbelastete Luft in andere Gebäudeteile oder Räume entweicht. Auch hier ist keine Nachreinigung wie bei wassergestützten Systemen notwendig. Die eingesetzten Filter können ganz leicht entsorgt werden.

Durch die Staubabsaugöffnungen im Türelement der HEYLO Staubschutztür können Luftreiniger mit Schläuchen angebracht werden. Es lassen sich verschiedene Luftreiniger mit Filtereinsätzen der M-oder H-Klasse mittels Luftschläuchen anschließen. Bei der Arbeit mit Gefahrstoffbelastung (Schimmelpilz, Asbest etc.) sollte ein Luftreiniger mit Hepa-Filter aufgestellt werden. Über die Unterdruckhaltung wird der Luftstrom aus dem „Weißbereich“ in den „Schwarzbereich“ gelenkt. Somit kann kein Staub aus dem Arbeitsbereich in umliegende Bereiche gelangen.

Die Vorteile der HEYLO Staubschutz-Tür

  • Einfache und schnelle Montage mit Schnellverschluss.
  • Montage ohne Werkzeuge und ohne Klebeband (keine Rückstände).
  • Hoher Luftdurchsatz möglich.
  • Einfache Reinigung.
  • Zwei integrierte Staubabsaugöffnungen. Daraus ergeben sich unterschiedlichste Kombinationsmöglichkeiten, die HEYLO Staubschutz-Systeme DCS.
  • Anschluss eines Luftreinigers oder Ventilators mittels Luftschläuchen möglich.
  • Für die Arbeit mit Gefahrstoffbelastung (z.B. Schimmelpilz) sollten Luftreiniger mit Hepa-Filter verwendet werden.
  • Leichter Transport mit Tragetasche.
  • Wiederverwendbarkeit nach dem Einsatz für nächste Baustelle.

Sauber sanieren mit Staubschutzwänden

Im Fall von Sanierungen in Teilbereichen von Räumen greifen Sie auf Staubschutzwände zurück. So bleiben Räume während Sanierungs- oder Renovierungsarbeiten sauber und Sie vermeiden lästige Nachreinigungsarbeiten.

Staubschutzwand HEYWALL

 

HEYLO Staubschutzwand mit Reißverschluss

Die HEYLO Staubschutzwand HEYWALL, ein Modul-System, beinhaltet ausziehbare Systemstangen aus Aluminium bis zu 3,60 m Höhe, die zusammen mit einer Folie und einem praktischen Ein- oder Ausgang durch einen selbstklebenden Reißverschluss (220 cm lang) eine staubdichte Absperrung schafft. Ist die Unterdruckzone mittels eines Luftreinigers wie z. B. dem mobilen Luftreiniger PF 1000 hergestellt, sind die Arbeiten zur Staubabschottung abgeschlossen und die eigentlichen Sanierungsarbeiten können folgen.

Einsatz der HEYLO Staubschutzwand HEYWALL auf Baustellen

Die HEYO Staubschutzwand eignet sich für Staubschutzwände mit einer Länge von bis zu 13 m und einer Fläche von 46,8 m2. Es können kleine Räume als auch große Räume oder Hallenbereiche abgeschottet werden. Die HEYLO Staubschutzwand wird für verschiedene Baustellen und Anwendungen eingesetzt.

Abschottungsform

- Raumteiler
- L- oder U-Form
- Polygon

Anwendung

- Sanierung, Renovierung, Restaurierung
- Abbruch-, Abrissarbeiten
- Bau-, Betonarbeiten

Die Vorteile der HEYLO Staubschutzwand HEYWALL

  • Für saubere Räume - während Sanierung oder Renovierung
  • Flexibles Modulsystem - als Raumteiler, L-/U-Form oder Polygon
  • Keine Nachreinigung durch Einhausung des Arbeitsbereiches
  • Werkzeugloser Gebrauch und Aufbau in wenigen Minuten - einfach und ohne Leiter installierbar

Die Montage der HEYLO Staubschutzwand

Das Modul-System mit Aluminium-Teleskop-Stangen bis zu einer Höhe von 3,60 m ist in nur wenigen Minuten aufgebaut.

  1. Die Kopf- und Fußplatten oder die Deckenklemmen und Dichtschienen an die Systemstangen anbringen. Zur Montage an schrägen Decken können Winkeladapter verwendet werden.
  2. Die Systemstange zwischen Decke und Fußboden mit der Folie einspannen.
  3. Wandmontage: Bei einer Wandmontage können Dichtschienen und Seitenklemmen angebracht werden. Für den Durchgang wird ein Reißverschluss auf die Folie geklebt und eingeschnitten. Optional kann der Arbeitsbereich mit Hilfe eines Luftreinigers im Unterdruck gehalten werden.

Durch nur eine Person und ohne Leiter und Werkzeuge aufgebaut, ist die HEYWALL eine blitzschnelle staubdichte Absperrung während Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten.

Staubschutzwand HEYWALL – für jede Anwendung das richtige Set

Set für kleine Räumlichkeiten ohne Wandmontage: Das HEYWALL Basis-Paket ist geeignet für Staubschutzwände mit einer Länge von bis zu 8 m und einer Fläche von 28,8 m². Zu dem einfachen, kleinen Abtrennungssystem wird eine praktische Transporttasche mitgeliefert.

Set für kleine Räumlichkeiten mit Wandmontage: Das HEYWALL BasisPlus-Paket ist geeignet für Staubschutzwände mit einer Länge von bis zu 8 m und einer Fläche von 28,8 m². Das Abtrennungssystem wird in einer praktischen Transporttasche geliefert.

Set für große Räumlichkeiten: Das HEYWALL Sanierer-Paket ist geeignet für Staubschutzwände mit einer Länge von bis zu 8 m und einer Fläche von 28,8 m². Zusätzlich sorgen bei diesem Set Dichtschienen mithilfe der Decken- und Seitenklemmen für Schutz vor dem Staub. Zwei praktische Transporttaschen werden mitgeliefert.

Set für sehr große Räumlichkeiten: Das HEYWALL Profi-Paket ist geeignet für Staubschutzwände mit einer Länge von bis zu 13 m und einer Fläche von 46,8 m2. Mit diesem Set können große Räume oder Hallenbereiche abgetrennt werden. Drei praktische Transporttaschen werden mitgeliefert.

Sauber sanieren mit Staubschutzmatten

Staubschutzmatte

 

Um die Staubentwicklung auch auf Böden möglichst gering zu halten, werden Schmutzfangmatten wie zum Beispiel die HEYLO Staubschutzmatte verwendet. Diese wird im Aus- oder Eingangsbereich einer im Haus befindlichen Baustelle ausgelegt. Die Matte reinigt die Schuhsohlen mithilfe von Klebefolien. Das schont die Böden, denn es verhindert, dass Staub und Schmutz von verunreinigten Schuhsohlen in saubere Räumlichkeiten gelangen. Die Staubschutzmatte ist der ideale Schmutzfänger auf Baustellen, bei Sanierungsarbeiten, Begutachtungen oder Besichtigungen.

Anwendung einer Staubschutzmatte

Die Staubschutzmatte vor der Eingangstür auslegen und fixieren. Die Fußmatte reinigt die Schuhsohle einfach beim Hinübergehen. Die 30 Haftfolien liegen übereinander und können nach Abnutzung abgezogen werden. Die Matte lässt sich rückstandsfrei entfernen.

Vorteile einer Staubschutzmatte

Der Vorteil gegenüber normalen Fußabtretern: Durch hochwertige Haftfolien bleiben Staub und Schmutz an der Matte haften und gelangen nicht in saubere Bereiche, Nachreinigungsarbeiten entfallen.

  • Staubschutzmatte als Fußabtreter
  • 30 Haftfolien (nummeriert) zum Abziehen
  • Reinigt die Schuhsohle beim Hinübergehen
  • Matte lässt sich rückstandsfrei entfernen
  • Auch als 10er- oder 50er-Set erhältlich

Wann brauche ich eine Staubschutztür, wann eine Staubschutzwand?

Wenn Räume komplett abgeschottet werden sollen, dann benötigen Sie eine Abschottung für Türen. Sollen Teilbereiche wie beispielsweise eine Ecke eines Raumes abgeschottet werden, dann ist eine Staubschutzwand die optimale Lösung.

Warum ist Baustaub ein Problem?

Weil Baustaub unsere Gesundheit gefährdet. Welche Auswirkung die Stäube auf unsere Gesundheit haben, ist abhängig von der Art des Staubes, der Dauer und dem Umfang der Staubbelastung, vom Ort der Ablagerung in den Atemwegen und von der Teilchengröße (Grobstaub / Feinstaub). In einer 8-Stunden-Schicht gelangen circa 5.000 Liter in unsere Lungen. Etwa 300 Millionen Lungenbläschen (Alveolen) versorgen unseren Körper daraus mit Sauerstoff. Werden große Staubmengen über einen sehr kurzen Zeitraum eingeatmet, ist dies besonders schädlich. Insbesondere der sehr feine A-Staub gilt als extrem schädlich, da er die Reinigungsmechanismen unserer Lungen schnell überfordert und schlecht abbaubar ist. In der Folge wird der Körper viel schlechter mit Sauerstoff versorgt. Es kommt bereits bei einfachen Tätigkeiten zur Kurzatmigkeit. Auch Atemwegs- und Staublungen-Erkrankungen (Silikose), Asbestose und Krebserkrankungen können folgen. 

Warum sollte man Staub am Bau vermeiden?

  • Die gewerbliche Tätigkeit steht im Einklang mit geltenden Vorschiften.
  • Kranke Mitarbeiter kosten das Unternehmen viel Geld und leisten weniger.
  • Höhere Arbeitsleistung durch weniger Unterbrechungen zum Lüften.
  • Geringere Kosten durch Nachreinigungsarbeiten.
  • Sicherstellung des Sanierungsziels bei Schadstoffen wie z. B. Schimmel.
  • Unterscheidungsmerkmal „Sauberkeit“ gegenüber dem Wettbewerb.
  • Saubere Leistungen führen zu Empfehlungen und neuen Aufträgen.

Kann ich mit Staubschutz Geld sparen?

Wo gehobelt wird, da fallen Späne. Leider lässt sich eine gewisse Staubentwicklung bei der Sanierung oder Renovierung nicht verhindern. Was aber weitgehend abgewendet werden kann, ist eine Verteilung des Staubes im gesamten Haus oder der Wohnung. Das spart dem Handwerker Zeit und bares Geld, da sich die Nachreinigung nur noch auf die sanierten Räumlichkeiten bezieht. Der Kunde ist zufrieden, da er nach der Sanierung keine lästigen Reinigungsarbeiten mehr zu erledigen hat.

  • Die BG-Bau fördert die Anschaffung in die notwendige Technik.
  • Die saubere Sanierung lässt sich abrechnen.
  • Höhere Arbeitsleistung durch weniger Unterbrechungen, wie Lüften.
  • Saubere Leistung führt zur Weiterempfehlungen und schafft neue Aufträge.

Wie funktioniert die Staubabsaugung mit Luftschläuchen?

Beim Aufbau einer technischen Be- und Entlüftung ist immer zu bedenken, dass die Reichweite einer Sauganlage sich erheblich von der einer Druckanlage unterscheidet. Ein Blasstrahl erreicht etwa das 20- bis 30-fache eines Saugstromes. Es werden aber nur Partikel gefiltert, die vom Gerät auch erfasst werden können.

Sollen Gefahrstoffe wirksam aus dem Arbeitsbereich abgesaugt werden, dann müssen Absaugeinrichtungen möglichst nah an der Entstehungsstelle angeordnet werden. Ein gerichteter Luftstrom am Arbeitsort verhindert, dass staubbelastete Luft durch den gesamten Bau geblasen wird. Schläuche an einer Staubschutztür können in den Raum hinein verlängert werden und folgen den eingesetzten Maschinen. Ein gekipptes Fenster kann gezielt Frischluft nachströmen lassen und verhindert so einen aerodynamischen Kurzschluss im Bereich der Türöffnung. Bei richtiger Anordnung kann die Luftmenge dadurch auf ein Minimum begrenzt werden. Bei der Absaugung im Entstehungsbereich werden nur 0,15 bis 1,0 m/s als Luftgeschwindigkeit benötigt.

Welche Arten von Stäuben gibt es?

Baustäube sind in der Regel mineralische Mischstäube, z.B. aus Sand, Kalk, Gips, Zement oder Beton. Hierin enthalten ist fast immer Quarzfeinstaub. Dieser Quarzanteil im Feinstaub ist sehr gesundheitsschädlich, denn er begünstigt Silikose und auch Lungenkrebs. Neben den mineralischen Quarzfeinstäuben weisen aber auch andere Stäube hohe Gesundheitsrisiken auf:

  • Faserstäube, z. B. alte Glas- oder Mineralwolle KMF, Asbest: krebserregend
  • Hartholzstäube: krebserregend
  • Gipsstaub (AGW 6 mg/m³): Staublungenerkrankung
  • Bleihaltige Stäube aus Farben, Beschichtungen: krebserregend
  • Mischstäube mit Schadstoffen wie PAK, PCP, etc.: krebserregend
  • Stäube mit Schimmelpilzsporen: allergieauslösend

Was bedeutet TRGS?

Der Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) hat für den Umgang mit solchen Stoffen die Technischen Regeln für Gefahrstoffe, die TRGS, aufgestellt. Sie geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene sowie sonstige gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, einschließlich deren Einstufung und Kennzeichnung, wieder. In folgenden Richtlinien spielt das Thema Staub eine besondere Rolle:

TRGS 504: Tätigkeiten mit Exposition gegenüber A- und E-Staub
TRGS 505: Blei
TRGS 519: Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten
TRGS 521: Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten mit alter Mineralwolle
TRGS 524: Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen
TRGS 553: Holzstaub
TRGS 559: Mineralischer Staub
TRGS 560: Luftrückführung bei Tätigkeiten mit krebserzeugenden Stäuben

DGUV Regel 101-004: Kontaminierte Bereiche (bisher: BGR 128)
DGUV Information 201-028: Handlungsanleitung Gesundheitsgefährdungen durch biologische Arbeitsstoffe bei der Gebäudesanierung (bisher: BGI 858)

Was bedeuten die verschiedenen Staubklassen?

Die Staubklassen richten sich neben der Partikelgröße vor allem auch nach deren Gefährlichkeit. Wurde früher noch für Holzstäube die Staubklasse L gefordert, so hat sich in der Zwischenzeit herausgestellt, dass viele Hartholzstäube Krebs erregen können und daher Staubklasse M erfordern.

Welche Schutzmaßnahmen sollten bei Staub umgesetzt werden?

Für Arbeiten mit Gefahrstoffen hat sich das sogenannte Schutzstufenkonzept S-T-O-P durchgesetzt. Der Arbeitgeber hat vorrangig Gefährdungen grundsätzlich auszuschließen. Ist dies nicht möglich, sind geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen. Die Schutzmaßnahmen unterliegen folgender Rangfolge:

S - Substitution

Substitution bedeutet, Tätigkeiten mit Gefahrstoffen zu vermeiden. Gefahrstoffe sind durch andere Stoffe oder Zubereitungen zu ersetzen, die für die Gesundheit weniger gefährlich sind. Gefährliche Verfahren sind durch weniger gefährliche Verfahren zu ersetzen, beispielsweise Verwendung staubarmer Materialien. So können Granulate oder fertig angemischte Mörtel und Spachtelmassen gewählt werden und anmischbare Pulver ersetzen.

T - Technische Maßnahmen

Die Verbreitung von Stäuben im Arbeitsbereich wird durch Erfassung der Stoffe an der Entstehungs- oder Austrittsstelle minimiert. Hierzu werden Werkzeuge mit einer systemgebundenen Absaugung durch angeschlossene Sicherheitssauger verwendet. Zudem können Arbeitsplätze belüftet werden. Hierbei werden Staubpartikel verdrängt oder zumindest verdünnt. Einen sehr wirksamen Schutz stellt die Absaugung dar. Diese kann mit und ohne Filterung der Luft erfolgen.

O - Organisatorische Maßnahmen

Eine Begrenzung des Arbeitsbereiches durch Abschottung verhindert die Ausbreitung von Schadstoffen und Stäuben in bislang unbelastete Bereiche. Es sollte darauf geachtet werden, dass aus den Arbeitsbereichen regelmäßig Schutt und Staub beseitigt wird. Auch die Geräte und die persönliche Schutzausrüstung PSA sind regelmäßig zu reinigen und zu pflegen. Zu den organisatorischen Maßnahmen zählen zudem regelmäßige Prüfungen von Anlagen und Einrichtungen, das Vorhalten von ausreichend Ersatz-Filtermaterial sowie das Einrichten von Umkleide- und Pausenbereichen.

P - Persönliche Schutzausrüstung

Der Arbeitgeber hat seinen Mitarbeitern individuelle PSA zu stellen, die Pflege und Instandhaltung zu kontrollieren und die Verwendung zu überwachen. Zur PSA zählen am Bau: Kopfschutz (Helm), Gehörschutz, Atemschutz, Schutzbrillen, Schutzhandschuhe, Arbeitsschuhe, etc.

Was sind die Arbeitsplatzgrenzwerte bei Staub?

Zum Schutz der Beschäftigten vor Gefahrstoffen wurden Arbeitsplatzgrenzwerte festgelegt. Der Arbeitsplatzgrenzwert gibt an, bei welcher Konzentration eines Stoffes schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit im Allgemeinen nicht zu erwarten sind. Man unterscheidet zwischen einatembarem Staub (E-Staub), der nur die oberen Atemwege belastet und Alveolen gängigem Staub (A-Staub), der bis in die Lungenbläschen vordringt. Der Grenzwert für die einatembare Staubfraktion (E-Staub) beträgt: 10 mg/m³. Dies betrifft circa 90 % des Staubes. Bei Alveolen gängigen Staubfraktionen (A-Staub) liegt der Grenzwert bei 1,25 mg/m³. Alveolen gängig ist Staub, der Alveolen (Lungenbläschen) und Bronchiolen erreichen kann. Dies trifft auf circa 10 % des Staubes zu.

Was muss ich als Arbeitgeber bei der Arbeit mit Staub beachten?

Zu den Arbeitgeberpflichten nach § 4 Arbeitsschutzgesetz gehört es, die Arbeit so zu gestalten, dass eine Gefährdung für Leben und Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird. Gefahren sind immer an ihrer Quelle zu bekämpfen. Der Stand von Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene ist dabei zu berücksichtigen. Individuelle Schutzmaßnahmen (PSA) sind nachrangig zu anderen Maßnahmen. Den Beschäftigten sind geeignete Anweisungen zu erteilen.

Für den Unternehmer besteht die Verpflichtung gemäß § 5 ArbSchG und § 7 GefStoffV, die Arbeitsbedingungen jederzeit zu bewerten. Bei allen Tätigkeiten mit Gefahrstoffen ist immer eine Gefährdungsbeurteilung notwendig. Die Arbeitsaufnahme ist erst nach der Gefährdungsbeurteilung und Einleitung der erforderlichen Schutzmaßnahmen zulässig. Dies gilt, sobald die Möglichkeit besteht, dass Gefahrstoffe entstehen oder freigesetzt werden können. Unkenntnis schützt vor Strafe nicht: Die Pflicht zur Informationsbeschaffung liegt beim Unternehmer.