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Luftreinigung

Ja, mehrere Geräte können aufgestellt werden, wenn die Luftleistung eines einzelnen nicht mehr ausreicht oder wenn man ein spezielles Lüftungskonzept erstellt. Wenn zum Beispiel die Geometrie eines Raumes so ungünstig ist, dass ich mit einer Strömung eine bestimmte Ecke gar nicht erreichen könnte, kann ein zweites Gerät das Problem lösen.

Es gibt bei der Überlegung, wie man das Infektionsrisiko herabsetzt, zwei Ansätze. Ein Ansatz ist das Vermischen mit Frischluft. Man hat eine bestimmte Konzentration von Viren um eine Person herum, weil diese zum Beispiel geniest hat. Durch Fensterlüften kann dann die Menge an Viren pro Kubikmeter deutlich verringert werden, was das Infektionsrisiko direkt senkt. Im Winter wird ständiges Lüften dann natürlich schwieriger. Dann setzt die zweite Variante an: Die Luft muss gereinigt und damit die Virenmenge reduziert werden.

An dieser Stelle kann man ein Luftkonzept aufstellen – wo die Luft hin bläst, wo sie absaugt wird, dass man beispielsweise immer eine Luftrichtung hat, die den ganzen Raum durchströmt. Man kann sich Gedanken für Arbeitsplätze machen: Der Kopfbereich ist ja dort, wo man einatmet. Es kann versucht werden, die Luft von dort nach unten abzusaugen oder nach oben abzutreiben, zum Beispiel eben auch mit mobilen Luftreinigern. Das setzt dann zum einen die Virenkonzentration herab und führt den Personen zum anderen frische, gefilterte Luft wieder zu. Dennoch sollte, wenn möglich, immer gelüftet werden und die Luftreiniger als unterstützende Möglichkeit, die Luft rein zu halten, gesehen werden.

HEPA-Filter der Klasse H13 und H14 filtern Partikelgrößen von 0,3 – 0,5 µm. Aerosole haben eine solche Größe im Bereich von etwa 0,3 µm.

Viren kommen in zwei Formen vor: Selten komplett frei und sehr häufig in Tröpfchenform, wie beim Husten, Niesen und Sprechen. Wir halten Abstand und tragen Mund-Nasen-Bedeckung, um größere Tröpfchen wirksam abzuhalten, die etwa im Bereich bis 1,5 Meter um uns herum schweben und zu Boden fallen können. Und dann gibt es Aerosole: Dabei vermischen sich feinste kleine Tropfen bzw. Schwebeteilchen (Aerosolpartikel) mit der Luft. Diese Aerosole enthalten ebenfalls Viren. Experten schätzen, dass ungefähr die Hälfte der Übertragungen über größere Tröpfchen beim Sprechen, Singen, Husten, Niesen und die andere Hälfte über kleinere Aerosole stattfindet. Nur vielleicht 10 Prozent werden per Schmierinfektion übertragen, also über Oberflächen, auf denen Viren haften. Es wird dementsprechend angenommen, dass das Aerosolrisiko recht hoch ist.

Stäube unterscheiden sich grundsätzlich in ihrer Partikelgröße. Einatembare Stäube (E-Stäube) haben eine Partikelgröße von circa 3 bis 15 µm. Die Stäube sind mit dem Auge sichtbar und fallen relativ schnell zu Boden. Alveolengängige Stäube (A-Stäube) sind sogenannte Schwebstoffe, die Partikelgröße ist kleiner 1 µm und diese Stäube können bis zu 8 Stunden benötigen, um 1 Meter zu Boden zu sinken. Diese Stäube sind nahezu unsichtbar und gefährlich, weil diese die Reinigungsmechanismen unserer Lungen schnell überfordern und die Feinstäube je nach Art schlecht in der Lunge abbaubar sind.

Baustäube sind in der Regel mineralische Mischstäube, beispielsweise aus Sand, Kalk, Gips, Zement oder Beton. Hierin enthalten ist fast immer Quarzfeinstaub. Dieser Quarzanteil im Feinstaub ist sehr gesundheitsschädlich, denn er begünstigt Silikose und auch Lungenkrebs. Neben den mineralischen Quarzfeinstäuben weisen aber auch andere Stäube hohe Gesundheitsrisiken auf:

  • Faserstäube, z. B. alte Glas- oder Mineralwolle KMF, Asbest: krebserregend
  • Hartholzstäube: krebserregend
  • Gipsstaub (AGW 6 mg/m³): Staublungenerkrankung
  • Bleihaltige Stäube aus Farben, Beschichtungen: krebserregend
  • Mischstäube mit Schadstoffen wie PAK, PCP, etc.: krebserregend
  • Stäube mit Schimmelpilzsporen: allergieauslösend

Ja, selbstverständlich. Hier sorgen Luftreiniger dafür, dass Sie trotz einer Baustelle, beispielsweise in Ihrem Bad, staubfrei und ohne lästige Reinigungen alle anderen Räume (weiter)-nutzen können. Die HEYLO Luftreiniger sind so geräuscharm, dass beim Betrieb keine Lärmbelästigung zu erwarten ist.

Alle HEYLO Luftreiniger und Entstauber eignen sich sowohl für bewohnte als auch für unbewohnte Bereiche.

Der Luftreiniger kann sowohl innerhalb des Arbeitsbereiches zur direkten Absaugung oder zur Raumluftreinigung eingesetzt werden. Die Aufstellung hängt von den baulichen Gegebenheiten und dem Platzbedarf ab. Bei Aufstellung innerhalb des Arbeitsbereiches können die Filter unkompliziert getauscht werden, ohne dass angrenzende Räume kontaminiert werden oder das Gerät abgebaut werden muss. Die saubere Abluft sollte aus dem Arbeitsbereich herausgeführt werden, um einen Unterdruck zu erzeugen.

Bei geringem Platzbedarf beispielsweise bei Badsanierungen können unsere Luftreiniger jedoch genauso gut in einem angrenzenden Raum platziert werden und die staubbelastete Raumluft absaugen. Die Abluft ist sauber und kann ohne Probleme in den Wohnbereich geleitet werden.

Mit Hilfe von Schläuchen sollten die Luftreiniger eine Querströmung im Raum verursachen.

Die kontaminierte Luft wird auf der einen Seite des Raumes abgesaugt und die saubere Luft kann auf der gegenüberliegenden Seite einströmen.

Im Falle der Unterdruckhaltung wird die saubere Luft aus dem Sanierungsbereich herausgeführt. Dadurch entsteht ein Unterdruck, der dafür sorgt, das Luft aus den angrenzenden Bereichen einströmen kann.

Die meisten Regelwerke, die sich mit luftgetragenen Schadstoffen befassen, fordern einen ausreichenden Luftwechsel. Konkret sagt die DGUV Regel 101-004 "Kontaminierte Bereiche" dazu:

„Im Regelfall kann die freie (natürliche) und technische Lüftung als ausreichend angesehen werden, wenn beispielsweise in umschlossenen Räumen mindestens ein sechs- bis achtfacher Luftwechsel pro Stunde gegeben ist. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen ist zumindest stichpunktartig bzw. in Abhängigkeit von der Gefährdungsbeurteilung messtechnisch zu kontrollieren.“

Die BG Bau empfiehlt einen 15-fachen Luftwechsel.

Einen Entstauber setze ich immer dann ein, wenn ich mit einer Maschine arbeite, die über einen Anschluss für eine Absaugung verfügt.

Luftreiniger leisten eine unterstützende Funktion bei unzureichender Erfassung der Stäube durch die Bearbeitungsmaschine. Einen Luftreiniger setzen Sie immer zusätzlich ein, wenn die Arbeitsplatzgrenzwerte überschritten werden könnten. Dies ist beispielsweise fast immer der Fall, wenn quarzhaltige Baustoffe bearbeitet werden. Außerdem kommt das Gerät immer dann zum Einsatz, wenn die Gefahr einer Kontamination von angrenzenden Weißbereichen besteht.

Die direkte Absaugung an einem stauberzeugenden Gerät, wie z.B. einem Schleifgerät, ist nur möglich, wenn die Maschine über einen Anschluss verfügt, an dem der Nutzer einen Entstauber anschließen kann.

Hier bietet sich beispielsweise für alle handelsüblichen Handmaschinen ein Industriesauger wie der VC 30 M oder H an.

Das kann bei sauberen Staubsäcken ein Vorteil sein. Aber sobald sich der Staubsack mit Staub füllt, sinkt die Luftleistung auf nahe 0 m³/h.

Luftreiniger verfügen über eine Filteranzeige und der Anwender erhält damit eine Warnung, wann die kalkulierte Luftwechselrate nicht mehr ausreicht, um einen sicheren Gesundheitsschutz zu gewährleisten. Außerdem sind Luftreiniger erheblich leiser als Ventilatoren mit Staubsack. Ein weiterer Vorteil ist der Platzbedarf, der bei Luftreinigern geringer ist.

Maßgeblich für die Wirksamkeit der Luftreiniger ist der Einsatz ausreichend leistungsfähiger Geräte für den jeweiligen Verwendungszweck.

Für die Auslegung ist entscheidend, wie hoch die Luftwechselrate sein soll.

Die Luftwechselrate beschreibt, wie oft die Luft in dem Raum pro Stunde durch den Luftreiniger gewälzt werden soll. Dies ist in einer Gefährdungsbeurteilung vom Anwender festzulegen. Die BG Bau empfiehlt einen 15-fachen Luftwechsel.

Um das richtige Gerät auszuwählen, benötigen Sie die Angabe der geringsten Luftleistung des Gerätes, die Luftmenge die vorhanden ist, wenn die Filteranzeige anspringt. Jetzt vergleichen Sie diesen Wert (Ist-Wert) (m³/h) mit dem errechneten Soll-Wert (Größe des Raumes in m³ x 15).

Beispiel: Gefordert ist ein 15-facher Luftwechsel beim Raumvolumen von 100 m³. Die erforderliche Luftmenge beträgt 15 x 100 m³, also mindestens 1.500 m³/Std. Der HEYLO Luftreiniger PF 3500 leistet beispielsweise ca. 1.700 m³/Std. Ein ausreichender Luftwechsel ist somit gegeben.